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Morgens um 6 Uhr aufgestanden und Richtung schweizer Grenze gefahren kam ich durch unzählige Regenströme (teilweise konnte ich nur 50 km/h fahren) dann doch noch an. Die Stimmung im Haus war schon super und es kam mir vor, als ob die Sonne im Haus scheinen würde.
Nach dem Getting Ready flüchteten wir einige Kilometer weg vor dem Regen bis wir ein paar super Portraits abseits der Regengüsse schießen konnten.
In der Kirche angekommen stellte ich mich kurz dem Pfarrer vor. Meistens sind Pfarrer auf Fotografen weniger gut zu sprechen, dieser Pfarrer sagte mir ich könne machen was ich wolle.
Das hörte ich natürlich gerne. Dennoch ist es immer wichtig die Etikette zu bewahren und sich an die Regeln im Hause zu halten. Oftmals erhalte ich zwar nach der Trauung ein Lob vom Pfarrer, jedoch muss auch ich immer im Vorfeld gegen Vorurteile ankämpfen, da es zu viele Fotografen gibt, die keinen Anstand besitzen und dadurch die meisten Pfarrer sehr sensibel auf Fotografen reagieren. Manchmal habe ich das Gefühl, als ob jedes klicken der Kamera gezählt.
Ich kann mich an die letzte Reportage erinnern wo mir ein Pfarrer mitteilte, wenn ich während der Trauung mehr wie 7 Fotos schießen würde, wäre es zu viel! Das sagt schon ziemlich viel. Es kommt sogar vor, dass der Pfarrer dem Brautpaar beim Infogespräch das ok zum fotografieren gibt und am Hochzeitstag mir dann doch viele Bedingungen gestellt werden.
Der Pfarrer von Daniela und Michael war jedoch einer von 10 Pfarrern, die wissen worauf es ankommt. Und zwar eine gute Rede zu halten, die Anwesenden in seinen Bann zu ziehen. Selbst ich als “alter Hase” ertappte mich, wie ich gespannt zu hörte. Ich glaube jeder in der Kirche hielt in dem einen oder anderen Moment den Atem an. Dieser Pfarrer war fantastisch und ich werde mich wohl immer an ihn zurückerinnern.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle Pfarrer die einem sämtliche Rechte zum fotografieren geben diejenigen sind, die sich mit dem Brautpaar auseinandergesetzt haben. Die Reden sind einfach immer gelungen. Mit viel Gefühl und modern erzählt. Nur diejenigen Pfarrer, denen kaum einer zuhört, weil sie nur aus ihrer Bibel ablesen und alles monoton ist, nur diejenigen haben ein Problem mit Fotografen. Noch schlimmer ist es, dass ich bei diesen Pfarrern genau weiss welche Rede gehalten wird. Als guter Kirchengänger hat man dann doch ein Gespür dafür.
Ich bin nicht gegen Pfarrer eingestellt und erlaube mir zu sagen, dass ich sehr christlich bin und an Gott glaube und bete, aber die Erfahrung zeigte mir, dass die meisten intolerant sind. Teilweise verstehe ich es, teilweise auch nicht. Denn jeder hat doch ein faire Chance sich zu beweisen ohne im Vorfeld zu debatieren.
Zurück zur Hochzeit.
Nach der Trauung fand unterm Villinger Zelt der Sektempfang statt. Ab und zu drang die Sonne durch doch mehrfach regnete es, so dass man meinen konnte wettertechnisch auf 2 Hochzeiten zu sein.
30 km weiter fand dann die Feier im Hofgut Albführen statt. Tolle Spiele, schöne Tanzeinlagen und super Photobooth versprachen einen gelungen Abend.
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Liebe Daniela ,lieber Michael,
ich danke euch für den tollen Tag. Ich hoffe eurer Inneres gelungen nach Außen festgehalten zu haben.
Ihr seit mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe wir sehen uns irgendwann doch mal wieder.
Alles Liebe und Gute
Christian
von Christian
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